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Stand: 23. Oktober 2026 · Herausgegeben von CAIR

Nach dem Krankenhaus: Entlassmanagement und Betreuung zu Hause

Jedes Krankenhaus muss die Entlassung vorbereiten. Das nennt sich Entlassmanagement. Sprich früh mit dem Sozialdienst der Station und kläre, wer sich zu Hause kümmert, bevor der Entlasstermin feststeht. Für einen Pflegegrad gibt es im Krankenhaus ein schnelles Verfahren, und auch ohne Pflegegrad zahlt die Krankenkasse für eine Übergangszeit Hilfe.

Was das Krankenhaus übernimmt

  • Es plant mit euch, wie es nach der Entlassung weitergeht, und hält das in einem Entlassplan fest.
  • Es kann Medikamente in der kleinsten Packung verordnen, dazu Heilmittel, Hilfsmittel und häusliche Krankenpflege für bis zu sieben Tage.
  • Es kann eine Arbeitsunfähigkeit für bis zu sieben Tage nach der Entlassung bescheinigen.
  • Es hilft, einen Pflegegrad, eine Reha oder einen Pflegedienst in die Wege zu leiten.

Dafür braucht das Krankenhaus die schriftliche Einwilligung der Patientin oder des Patienten. Ansprechpartner ist meist der Sozialdienst. Frag nach ihm, sobald klar ist, dass Hilfe zu Hause nötig wird.

Pflegegrad schon im Krankenhaus beantragen

Liegt die betroffene Person im Krankenhaus und braucht danach Pflege, muss die Begutachtung schnell gehen: spätestens am fünften Arbeitstag nach Eingang des Antrags, wenn das für die Versorgung danach nötig ist. Den Antrag stellst du bei der Pflegekasse, der Sozialdienst hilft dabei. Wie der Antrag abläuft, steht im Ratgeber Pflegegrad beantragen.

Wenn noch kein Pflegegrad da ist

Auch ohne Pflegegrad 2 oder höher zahlt die Krankenkasse nach einem Krankenhausaufenthalt für eine Übergangszeit:

  • Hilfe zu Hause: Grundpflege und Haushalt durch einen Pflegedienst, bis zu vier Wochen je Krankheitsfall.
  • Kurzzeitpflege: Reicht die Hilfe zu Hause nicht, zahlt die Krankenkasse eine Kurzzeitpflege in einer Einrichtung, bis zu acht Wochen im Jahr.
  • Übergangspflege im Krankenhaus: Findet sich direkt nach der Behandlung keine Versorgung, kann das Krankenhaus die Pflege für bis zu zehn Tage weiterführen.

Mit Pflegegrad 2 oder höher zahlt die Pflegekasse die Kurzzeitpflege. Was es außerdem gibt, steht im Ratgeber Pflegefinanzierung.

Wie es zu Hause weitergehen kann

  • Ambulanter Pflegedienst: Er kommt zu festen Zeiten, übernimmt Pflege und medizinische Aufgaben wie Spritzen und Verbände.
  • Tagespflege: Tagsüber in einer Einrichtung, abends und nachts zu Hause.
  • 24-Stunden-Betreuung: Eine Betreuungskraft lebt mit im Haushalt und hilft im Alltag, auch nachts. Sinnvoll, wenn jemand nicht mehr allein bleiben kann und zu Hause wohnen bleiben möchte.
  • Pflegeheim: Wenn rund um die Uhr Fachpflege nötig ist.

Was die Formen kosten und was die Pflegekasse jeweils zahlt, zeigt der Ratgeber Kosten im Vergleich.

24-Stunden-Betreuung nach dem Krankenhaus

Über CAIR startet eine Betreuung in vielen Fällen innerhalb von 3 Tagen nach der Anfrage. Fang mit der Suche an, sobald der Entlasstermin absehbar ist, nicht erst am Entlasstag. Die Betreuungskraft braucht ein eigenes Zimmer im Haushalt.

Eine Betreuungskraft hilft beim Aufstehen, Waschen, Essen und im Haushalt. Medizinische Aufgaben wie Medikamente richten, Spritzen oder Wundversorgung übernimmt sie nicht. Dafür kommt zusätzlich ein Pflegedienst. Beides nebeneinander ist der Normalfall. Wie du den Start vorbereitest, steht im Ratgeber 24-Stunden-Betreuung kurzfristig organisieren.

Checkliste vor dem Entlasstag

  • Entlasstermin und Uhrzeit kennen, Transport nach Hause klären
  • Entlassbrief und Medikamentenplan mitnehmen, Medikamente für die ersten Tage dabei
  • Hilfsmittel wie Pflegebett oder Rollator sind bestellt oder schon zu Hause
  • Pflegegrad beantragt, oder der Termin für die Begutachtung steht
  • Hausärztin oder Hausarzt weiß Bescheid und hat einen Termin für die erste Woche
  • Klar ist, wer in den ersten Tagen und Nächten da ist

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